5500 – 5000 v. Chr. Einsetzendes Neolithikum

5500-5000 v. Chr.

Mit der „neolithischen Revolution“ beginnen die Menschen mit Ackerbau, Viehzucht und Vorratshaltung und werden sesshaft.

Da unterschiedliche Benamungen einzelner Zeiten verwendet werden und diese auch noch nach Region zeitlich differieren, habe ich mich einer korrekten Wiedergabe so gut als möglich genähert.

Diese Zeit ist insofern als wesentlich zu betrachten, da die Menschen begannen sesshaft zu werden. Nicht zuletzt deshalb spricht man auch von der Neolithischen Revolution. Für Bayern kann man sagen, dass diese etwa 5500 v.Chr. einsetzte. Die Wurzeln der Sesshaftwerdung sind indes im vorderen Orient zu suchen und die neue Lebensweise kam mit der Zeit auch zu uns. Sie breitete sich zunächst entlang der Donau, Isar und Main aus. Prägend für die ersten Bauerndörfer in Bayern sind hölzerne Langhäuser. Funde aus dem Haspelmoor bei Fürstenfeldbruck belegen ersten Getreideanbau bereits zwischen 5767 und 5611 v.Chr. *173.

Offen ist die Frage, was die Menschen damals veranlasste sesshaft zu werden. Das Jagdwild blieb nicht aus und auch Früchte scheint es noch reichlich gegeben zu haben. Im Gegensatz dazu waren die Körner der ersten Getreidesorten noch zu klein, um ausreichende Vorräte beispielsweise für die Überwinterung zu produzieren. Und so wird bereits diskutiert, ob nicht das Backen von Brot im Vordergrund stand, sondern bereits das Brauen von Bier. Es ist nahrhaft und hat eine Rolle im Kult gespielt *174. Mit diesem Gedanken kann ich mich persönlich gut anfreunden.

Schon für die Mittelsteinzeit können Verbindungen der im süddeutschen Raum ansässigen Menschen über die Alpen z.B. ins Kleinwalsertal nachgewiesen werden. Ferner konnten am Starnberger See frühe Getreidepollen nachgewiesen werden. Diese und weitere entsprechende Funde im alpinen Raum belegen dass schon im frühen siebten Jahrtausend Rodungstätigkeiten und Getreideanbau erfolgten *102.